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Die Veranstaltung findet am 05. Juni 2019 in Mainz statt.

Der Strukturwandel in der Automobilindustrie führt derzeit bei vielen etablierten Unternehmen zu einer großen Ratlosigkeit. Etablierte Geschäftsfelder brechen weg, alternative technologische Optionen mit unklaren Erfolgsaussichten stehen offen und es ist unklar, ob und wie mit den eigenen Kompetenzen Marktbedarfe zukunftssicher bedient werden können.

Will ein Unternehmen den Strukturwandel erfolgreich bewältigen, muss es letztlich drei entscheidende Fragen klären:

  • Was sind die zentralen Herausforderungen, denen ich mich stellen muss und die einen Bedarf an technischen Innovationen begründen?
  • Was sind die strategischen Handlungsfelder, in denen ich zukünftig konkrete Innovationen platzieren möchte?
  • Was sind meine (verallgemeinerbaren) Kompetenzen und wie lassen sich diese in neue Anwendungsfelder übertragen?

Die oben aufgeführten Fragen stehen nicht isoliert nebeneinander, vielmehr stehen sie in wechselseitigen Abhängigkeiten, was ihre Beantwortung umso schwieriger macht. Wird aber nur eine dieser Fragen nicht oder nicht richtig beantwortet, besteht die Gefahr, dass mit großem Aufwand innovative Produkte entwickelt werden, die sich letztlich nicht am Markt durchsetzen können. Dann wird der Strukturwandel schnell zu einer existenziellen Bedrohung und nicht zu einer Chance für innovative Unternehmen.

Speziell KMU fehlen häufig Ressourcen und methodische Kompetenzen, um diese anspruchsvollen Aufgaben effektiv bewältigen zu können. Oft konzentrieren sie sich deshalb nur auf technische Fragestellungen, blenden Themen wie zukünftige Marktanforderungen, angepasste Geschäftsmodelle oder Kompetenzentwicklung aus und scheitern letztlich an den veränderten Marktbedingungen. Langfristig wettbewerbsfähige Unternehmen schlagen einen anderen Weg ein: Sie kennen ihre Kompetenzen sowie die Herausforderungen, denen sie sich stellen müssen und sie legen strategische Handlungsfelder fest, in denen sie agieren wollen. Sie nutzen dieses Wissen als „Leitplanken“ für die Entwicklung technischer Innovationen und die Auswahl der richtigen Kooperationspartner.

Wie ein Unternehmen vorgehen kann, um die relevanten Herausforderungen auf eine praxistaugliche Art zu identifizieren und wie sich auf dieser Grundlage strategische Handlungsschwerpunkte ableiten lassen, ist ein Schwerpunkt der Fachveranstaltung „Herausforderungen erkennen, Innovationsstrategien entwickeln“. Prof. Dr. Müller-Seitz zeigt an praktischen Beispielen und bewährten Vorgehensweisen, wie Unternehmen und speziell KMU vorgehen können, um ihre Marktchancen zu erkennen und sich im Strukturwandel zukunftsfähig zu positionieren.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Science und Innovation Alliance der TU Kaiserslautern durchgeführt. Prof. Dr. Rombach zeigt, welche Kompetenzen in der Region Kaiserslautern angesiedelt sind, auf die Unternehmen nach Klärung ihrer strategischen Ausgangslage bei der Umsetzung von Innovationsvorhaben zurück greifen können.

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