Professur für Technische Mechanik 

Hermann-Hoepke-Institut (HHI), Technische Hochschule Bingen

Kurzprofil

Die Professur für Technische Mechanik an der Technischen Hochschule Bingen befasst sich mit der mechanischen Modellierung und numerischen Simulation von Werkstoffen, Bauteilen und Strukturen. Schwerpunkte liegen auf der Finite-Elemente-Methode, der Werkstoff- und Materialmodellierung, der Kontinuums- und Schädigungsmechanik sowie auf dem nichtlinearen und zeitabhängigen Verhalten von Elastomeren. Ergänzend werden wissenschaftliches Programmieren, Optimierungsverfahren sowie FEM-Pre- und -Postprocessing eingesetzt.

Kompetenzfelder/Leistungsangebote

Die Professur untersucht und modelliert das mechanische Verhalten technischer Elastomerkomponenten wie Lager, Dichtungen und Dämpfungselemente. Das Leistungsspektrum umfasst die Material- und Bauteilmodellierung, die Kalibrierung von Materialparametern sowie statische und dynamische Analysen mit der Finite-Elemente-Methode. Berücksichtigt werden insbesondere hyperelastisches, inelastisches, zeitabhängiges und schädigungsbedingtes Materialverhalten.

Nutzen und Mehrwert

Unternehmen können das Verhalten von Elastomerbauteilen bereits während der Produktentwicklung numerisch untersuchen und unterschiedliche Werkstoffe, Geometrien und Belastungssituationen vergleichen. Für die Fahrzeugindustrie ist dies insbesondere bei Dichtungen, Lagern, Buchsen, Schwingungsisolatoren und weiteren elastischen Komponenten relevant. Die Simulation unterstützt eine belastungsgerechte Auslegung und kann den experimentellen Entwicklungsaufwand reduzieren.

  • Elastomere
  • Finite-Elemente-Methode
  • Materialmodellierung
  • Bauteilsimulation
  • Hyperelastizität
  • Schädigungsmechanik
  • Dichtungen
  • Lager
  • Dämpfung
  • Komponentenentwicklung

An der TH Bingen wurde eine Demonstrator-Prüfmaschine zur experimentellen Lebensdauerbestimmung von Elastomerprodukten konstruiert und gefertigt. Durch zyklische Zugbelastung werden Kraftantwort und Materialverhalten über längere Zeiträume erfasst und statistisch ausgewertet. Die gewonnenen Ergebnisse können zur Charakterisierung des Werkstoffverhaltens und zur Weiterentwicklung numerischer Material- und Bauteilmodelle genutzt werden.

Nutzen und Mehrwert

Die Verbindung von experimenteller Untersuchung und numerischer Simulation unterstützt die Bewertung von Lebensdauer, Steifigkeit, Dämpfung und Funktionsbeständigkeit technischer Elastomerkomponenten. Für die Automobiltechnik ist dies insbesondere bei dauerhaft oder zyklisch belasteten Dichtungs-, Lagerungs- und Dämpfungselementen relevant. Die Ergebnisse können dazu beitragen, Ausfallrisiken zu reduzieren und Entwicklungs- und Produktionszyklen wirtschaftlicher zu gestalten.

  • Lebensdauerprüfung
  • Elastomerprüfung
  • Betriebsfestigkeit
  • Materialcharakterisierung
  • Spezialprüfstand
  • Experimentelle Prüfung
  • Parameterkalibrierung
  • Bauteillebensdauer
  • Automobiltechnik
Prof. Dr.-Ing. habil. Herbert Baaser
Prof. Dr.-Ing. habil. Herbert Baaser Ansprechpartner
Professur für Technische Mechanik, Technische Hochschule Bingen
Berlinstraße 109
55411 Bingen
TEL: 06721 – 409 132
FAX: 06721 – 409 104

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