Lehrstuhl für Messtechnik und Sensorik (MTS)

Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU)

Kurzprofil

Der Lehrstuhl für Messtechnik und Sensorik (MTS) der RPTU Kaiserslautern-Landau forscht in der optischen, taktilen und pneumatischen Produktionsmesstechnik sowie in der Charakterisierung technischer Oberflächen im Mikro- und Nanometerbereich. Weitere Schwerpunkte liegen in der Qualitätssicherung, Sensorik, Signal- und Messdatenverarbeitung, Multisensorik, Messdatenfusion sowie in der Modellierung und Simulation von Messgeräten und Sensoren.
MTS ist aktiv an der nationalen und internationalen Normung im Bereich der geometrischen Produktspezifikation und -prüfung beteiligt. Unternehmen können bei der Entwicklung und Bewertung von Messaufgaben, der normgerechten Auswertung von Messdaten, der Auswahl und Modellierung von Sensoren sowie bei Auftragsmessungen und Zustandsüberwachungslösungen unterstützt werden.

Kompetenzfelder/Leistungsangebote

MTS unterstützt die messtechnische Bewertung von Bauteilen und technischen Funktionsflächen. Das Angebot umfasst insbesondere die optische und taktile Charakterisierung von Oberflächenbeschaffenheit, Rauheit, Mikrogeometrie und Verschleißmerkmalen. Hierfür stehen unterschiedliche Oberflächen- und Topografiemessverfahren zur Verfügung. Ergänzend berät MTS bei der Planung von Messaufgaben, der Auswahl geeigneter Kenngrößen, der Kalibrierung von Messgeräten sowie bei der normgerechten Auswertung und Interpretation von Messdaten.

Nutzen und Mehrwert

Unternehmen können Auftragsmessungen und unabhängige Bewertungen von Bauteilen und Funktionsflächen durchführen lassen. Für die Fahrzeugindustrie sind diese Leistungen beispielsweise bei Lagern, Dichtflächen, Zahnrädern, Wellen, Zylinderlaufbahnen, beschichteten Bauteilen und tribologisch beanspruchten Komponenten relevant. Eine funktionsgerechte Oberflächenbewertung unterstützt Qualitätssicherung, Schadensanalyse, Prozessoptimierung und Lebensdauerbewertung.

  • Oberflächenmesstechnik
  • Rauheitsmessung
  • Funktionsflächen
  • Bauteilprüfung
  • Auftragsmessung
  • Qualitätssicherung
  • Verschleißanalyse
  • Kalibrierung
  • Geometrische Produktspezifikation
  • Normgerechte Auswertung

MTS unterstützt bei der Auswahl, Entwicklung, Umsetzung, Verifikation und Validierung von Algorithmen zur Messdatenverarbeitung. Zum Einsatz kommen klassische signal- und bildverarbeitende Verfahren sowie, abhängig von der Messaufgabe, datenbasierte Methoden. Die Algorithmen können beispielsweise zur Filterung, Merkmalsextraktion, Klassifikation, Fusion oder funktionsorientierten Bewertung von Messdaten eingesetzt werden. Die enge Verbindung zur Normungsarbeit unterstützt ein nachvollziehbares und, soweit anwendbar, normgerechtes Vorgehen.

Nutzen und Mehrwert

Unternehmen können Messdaten zuverlässiger auswerten, geeignete Qualitätsmerkmale ableiten und neue Auswerteverfahren für Entwicklungs- und Produktionsaufgaben erproben. In der Fahrzeugindustrie ist dies beispielsweise für Oberflächenprüfung, Verschleißerkennung, Prozessüberwachung und sensorbasierte Zustandsbewertung relevant.

  • Messdatenverarbeitung
  • Signalverarbeitung
  • Bildverarbeitung
  • Datenfusion
  • Merkmalsextraktion
  • Filterung
  • Verifikation
  • Validierung
  • Maschinelles Lernen
  • Qualitätssicherung

MTS berät Unternehmen bei der Auswahl, Kombination und Bewertung von Sensoren und Messgeräten für anwendungsspezifische Messaufgaben. Dabei kann auf Erfahrungen mit unterschiedlichen optischen, taktilen, pneumatischen und weiteren physikalischen Messprinzipien zurückgegriffen werden. Abhängig von der Anwendung können mehrere Sensoren kombiniert und ihre Messinformationen zusammengeführt werden.

Nutzen und Mehrwert

Unternehmen erhalten Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Messprinzipien, der Bewertung von Messgrenzen und Unsicherheiten sowie bei der Konzeption von Multisensorsystemen. Für die Fahrzeugindustrie sind solche Lösungen unter anderem in Prüfständen, Produktionsanlagen, Qualitätssicherungssystemen und bei der Zustandsüberwachung von Komponenten relevant.

  • Sensorik
  • Sensorauswahl
  • Multisensorik
  • Messdatenfusion
  • Optische Messtechnik
  • Taktile Messtechnik
  • Pneumatische Messtechnik
  • Messunsicherheit
  • Messsysteme
  • Produktionsmesstechnik

MTS entwickelt Modelle und Simulationen von Messgeräten, Sensoren und Messprozessen. Virtuelle Messungen können eingesetzt werden, um Messergebnisse vorherzusagen, Einflüsse auf das Messergebnis zu untersuchen und die Grenzen beziehungsweise Unsicherheiten eines Messverfahrens zu bewerten.

Nutzen und Mehrwert

Unternehmen können Messkonzepte bereits vor dem Aufbau eines realen Systems untersuchen und verschiedene Sensor-, Bauteil- oder Prozessparameter vergleichen. Dies unterstützt die Auslegung neuer Messsysteme, die Bewertung von Messunsicherheiten und die Entwicklung robuster Prüf- und Qualitätssicherungsprozesse.

  • Virtuelles Messen
  • Messgerätesimulation
  • Sensormodellierung
  • Messprozess
  • Messunsicherheit
  • Digitale Abbildung
  • Simulation
  • Qualitätssicherung
  • Prüfplanung

MTS entwickelt robuste Sensor- und Auswertekonzepte zur Zustandsüberwachung von Maschinenkomponenten. Ein aktueller Forschungsschwerpunkt liegt auf sensorintegrierenden Maschinenelementen. Dazu gehört ein Radialwellendichtring, der zusätzlich zu seiner Dichtfunktion Informationen über den Betriebszustand und die Qualität des Schmierstoffs erfassen soll. Hierfür werden physikalische Sensorik, Signalverarbeitung und modellgestützte Auswertung miteinander verbunden.

Nutzen und Mehrwert

Unternehmen können bei der Konzeption und prototypischen Realisierung sensorbasierter Zustandsüberwachungslösungen unterstützt werden. Für die Fahrzeugindustrie sind solche Ansätze insbesondere bei Getrieben, elektrischen und konventionellen Antrieben, Achssystemen und weiteren geschmierten Komponenten relevant. Die frühzeitige Erkennung von Veränderungen des Betriebszustands oder der Schmierstoffqualität kann eine zustandsabhängige Wartung, höhere Verfügbarkeit und längere Komponentenlebensdauer unterstützen.

  • Condition Monitoring
  • Sensorintegrierende Maschinenelemente
  • Radialwellendichtring
  • Schmierstoffqualität
  • Ölzustandsüberwachung
  • Signalverarbeitung
  • Zustandsabhängige Wartung
  • Getriebe
  • Antriebssysteme
  • Embedded Sensorik
Prof. Dr.-Ing. Jörg Seewig
Prof. Dr.-Ing. Jörg SeewigAnsprechpartner
Lehrstuhl für Messtechnik und Sensorik (MTS), Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU)
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67663 Kaiserslautern
TEL: 0631 – 205 3962
FAX: 0631 – 205 3963

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