Eichenauer Heizelemente GmbH & Co.KG: Thermomanagement für die Fahrzeuge der Zukunft

Fahrzeugspezifische Heizelemente zur Anwendung bei alternativen Antrieben

Es ist offensichtlich, dass sich die gesamte Fahrzeugindustrie mitten in einer Transformation befindet. Zunehmend werden Alternativen zu Benzin- und Dieselfahrzeugen entwickelt und auf den Markt gebracht. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Kraft- und Nutzfahrzeuge einen großen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der EU leisten müssen.

Dieser Wandel weg von konventionellen hin zu alternativen Antriebstechnologien wird die Fahrzeuge der Zukunft deutlich verändern. Auch das Thermomanagement für derartige Fahrzeuge steht vor neuen Herausforderungen. Ein Unternehmen, das sich diesen Fragestellungen und Aufgaben widmet, ist die Eichenauer Heizelemente GmbH & Co.KG aus Hatzenbühl in Rheinland-Pfalz.

Eichenauer ist Spezialist für die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb elektrischer Heizsysteme. Als Entwicklungspartner für Kunden im Bereich Automobil, Hausgeräte und Industriesysteme bringt das Unternehmen herausragende Expertise und zahlreiche Kompetenzen rund um das Thema Thermomanagement mit. Im Automotive-Bereich ist Eichenauer vorwiegend in den Anwendungsfeldern Abgasnachbehandlung, Kraftstoffvorwärmung, Ansaugluftführung, Kühlkreislaufregelung, Innenraumtemperierung, Sensoren-beheizung/-reinigung, Scheibenwaschdüsen und Wischwasserbehälter tätig.

Durch den Umbruch im Automotive-Sektor und die Entstehung innovativer Fahrzeugkonzepte kamen für Eichenauer nunmehr die neuen Produktsegmente „Alternative Antriebe“ und „Autonomes Fahren“ hinzu. Das Thermomanagement bei batterieelektrisch bzw. über Brennstoffzellen angetriebenen Fahrzeugen, die Vermeidung von Eisbildung/Verschmutzung auf Sensoren sowie die Temperierung von Hilfsstoffen müssen in diesen Anwendungsbereichen effizient gewährleistet werden. Die elektrischen Heizsysteme von Eichenauer sind genau dafür konzipiert. Um Beispiele zu nennen:

Eine Lithium-Ionen-Batterie hat ihre optimale Arbeitstemperatur zwischen 20 °C und 40 °C. Bei deutlich tieferen Temperaturen liefert die Batterie viel weniger Strom, kann nicht mit hohen Leistungen geladen werden und dementsprechend auch die wertvollen Rekuperationsströme nicht optimal aufnehmen. Hier kann durch den Einsatz von individuell entwickelten Eichenauer-Heizelementen gezielt gegengesteuert werden.

Bei Brennstoffzellenfahrzeugen stellen sich entsprechende Herausforderungen – vor allem bezüglich der extrem niedrigen Temperaturen, die der eingesetzte Wasserstoff mit sich bringt. So werden während der Antriebsmodulentwicklung die Bauteile identifiziert, die eventuell einfrieren könnten oder beim Kaltstart eine entsprechende Temperatur benötigen. Genau hier beginnt dann die Entwicklung maßgeschneiderter Heizsysteme.

Im Bereich des autonomen Fahrens verwendet man beispielsweise kamerabasierte Systeme, um Hindernisse zu identifizieren oder Spurhalteassistenten mit den notwendigen Bilddaten zu versorgen. Hier ist natürlich die „freie Sicht“ der Kamera ein entscheidender Faktor. Beheizbare Streulichtblenden von Eichenauer halten zum Beispiel die Windschutzscheibe im Bereich des Kamerablickfeldes eis- und beschlagfrei, so dass eine einwandfreie Funktion der Sensorik unter fast allen Bedingungen gewährleistet ist.

Das Unternehmen stellt mit diesem innovativen Produktportfolio unter Beweis: Es hat einen zentralen Bedarf bei Fahrzeugen mit alternativen Antrieben erkannt, den technologischen Transfer von konventionellen Fahrzeugen zu Fahrzeugen mit alternativen Antrieben geschafft und begegnet den kontinuierlichen, schnellen Neuerungen mit breit aufgestellten Kompetenzen. Es leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Fahrzeugindustrie und für eine emissionsfreie Zukunft.

Eichenauer blickt auf langjährige Erfahrung zurück und lässt diese gekonnt in neuartige Anwendungsfelder einfließen. Dabei arbeitet das Unternehmen zukunftsorientiert und trägt zu kundenspezifischen Lösungsfindungen bei. Die Kunden von Eichenauer schätzen seit über 95 Jahren die Expertise des Unternehmens rund um das Thema Heizsysteme von der Idee über die Produkt- und Prozessentwicklung, den Betriebsmittelbau bis hin zur verlässlichen Serienfertigung an den weltweiten Standorten – ganz nach dem Motto des Firmengründers Fritz Eichenauer: „Qualität ist unser Prinzip, Fortschritt unsere Tradition“. Dies macht die Eichenauer Heizelemente GmbH & Co.KG zu einem Best-Practice-Unternehmen im Automotive-Sektor.

Wie das Unternehmen den aktuellen Strukturwandel in der Fahrzeugindustrie erlebt und wie es sich vor diesem Hintergrund positioniert, zeigt das nachfolgende Interview mit dem Geschäftsführer Dr. Manfred Stoll:

Im Interview mit Dr. Manfred Stoll, Geschäftsführer der Eichenauer Heizelemente GmbH & Co.KG

Die Fahrzeugindustrie befindet sich aktuell in einem strukturellen Wandel – Wie erleben Sie die momentane Situation?

Der Wandel in der Automobilbranche ist deutlich spürbar. Waren vor Jahren die Entwicklungen und Lieferzyklen gut vorhersehbar und planbar, so kann man heute feststellen, dass sich die Automobilbranche komplett neu erfindet. Themen wie Alternative Antriebe, Autonomes Fahren und Digitalisierung haben das Leitbild, wofür ein Automobil steht und wie es wahrgenommen wird, stark verändert. Werte haben sich geändert, wie Sie es sicher erst kürzlich auf der „neuen“ IAA in München erleben konnten.

Eichenauer ist in drei verschiedenen Geschäftsbereichen (Automotive, Hausgeräte und Industrie) weltweit tätig. Wir sind Entwicklungspartner, Industrialisierer und Serienfertiger in einem.

Aus Sicht unseres heutigen Produktprogrammes in Automotive verändern wir unsere Lösungen in Richtung der E-Mobilität. Unsere Mitarbeiter nehmen diese Herausforderung sehr motiviert an und gestalten gemeinsam mit unseren Kunden neue Produkte. Sicher kann ich bestätigen, dass der Lernprozess deutlich intensiver und sehr interessant ist, da auch Neuland betreten wird. Wir investieren dabei viel in die Entwicklung der Herstellungsprozesse und gewinnen Know-how für die Serienfertigung, welches uns und unseren Kunden einen Vorsprung am Markt gibt. Der Austausch und die Mitarbeit in Netzwerken ist gerade bei den aktuellen Themen wie Wasserstoff oder Zero-Emission ein nützliches Element zur Orientierung und Mitgestaltung und gibt Impulse, in der Vorentwicklung das ein oder andere mal auszuprobieren.

Im Bereich der Verbrenner-Technologie haben wir alle Lösungen – auch für die Zukunft – schon an Bord und werden hier unsere Kunden weiterhin unterstützen. Diese Technologie wird sicher ihre Daseinsberechtigung haben, dann eben noch effizienter und „CO2 neutraler“.

Der Wasserstoff-Verbrennungsmotor bietet zudem erhebliche Potentiale auf dem Weg in eine emissionsfreie Zukunft.

Wenn Sie aus ihrer Sicht Wünsche zum Strukturwandel äußern dürften, welche wären dies?

Ich denke, dass der eingeleitete Strukturwandel in der Gesellschaft noch nicht die positive Wahrnehmung erfährt, die er haben könnte. Politische Polarisierung und polemische Diskussionen mit schwelenden Verboten und Einschränkungen verunsichern die Gesellschaft.

Ich würde mir wünschen, dass der Strukturwandel gesellschaftlich zumutbar und technologieoffen geführt wird. Ich befürworte sehr, wenn die Politik unser Anliegen weiterhin intensiv unterstützt, eine Bandbreite guter technischer Lösungen entwickeln zu können und diesen die Chance gibt, sich am Markt im Wettbewerb ohne regulative Eingriffe bewähren zu können.

 Wie wird sich Eichenauer in diesem dynamischen Umfeld künftig positionieren?

Unsere Kunden kennen uns seit Jahrzehnten als „One-stop-shop“ – von der Entwicklung bis zur Serienfertigung weltweit. Dies werden wir auch in Zukunft in den neuen Feldern Alternative Antriebe und Autonomes Fahren anbieten. Wir haben in den letzten Jahren unsere ausländischen Standorte ausgebaut und mit Erfolg auf die Marktverschiebungen reagiert.

Flexibilität ist in dynamischen Zeiten äußerst wichtig, um auf einem noch nicht gefestigten Markt agieren zu können.

Wir haben unsere Kernkompetenzen in Beheizungstechnologien, neuen Fertigungsverfahren und Prüftechnik erweitert, was uns in neuen Aufgabenstellungen z.B. im Autonomen Fahren den Einsatz von selbstregelndem Heizkunststoff ermöglicht. Diesen spritzen wir fertigfallend als Spezialität in unserem eigenen Spritzguss. Anwendungen in der Batterietemperierung wären hiermit ebenfalls denkbar.

Es gibt viele spannende Themen, für die wir als Unternehmen offen sind und unsere Kunden gerne begleiten.

Kontakt
Eichenauer Heizelemente GmbH & Co. KG
Industriestr. 1
76770 Hatzenbühl
info@eichenauer.de

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